Manche Leute machen es für Geld, andere Leute wollen auf Missstände hinzuweisen. Selbst Prominente finden wir unter diesen Personen. Das Thema heute, “Zieh dich aus kleine Maus, usw etc pp…”
Wie schon oben erwähnt, Prominente …
täglich grüßt das murmeltier und der wahnsinn
$user->set_freizeit(‘eAk.it’, true); FATAL_ERROR
das neueste aus dem endlosen technischen fundus
sport ist mord? manchmal irgendwie doch schon
von nachtschichten mit 10.000 fußbällen bis arbeiten am pool
Hallo und herzlich willkommen zu unserer ersten Ausgabe des Produktschrecks. Ein glücklicher Umstand hat mir den Lauftrainer Adidas miCoach in die Hände gespielt und nach 5 Tagen ausgiebigen Testens wollte ich meine Erfahrungen in einem Testbericht mit der Welt teilen. Da ich glücklicherweise auch noch Besitzer des Konkurenzproduktes Nike+ bin, gibt es hier sogar einen versus Test. Gut gegen Böse, David gegen Goliath, Deutschland gegen Holland, Adidas miCoach oder Nike+.

Mit dem ganzen Equipment sieht selbst der Terminator alt aus. PS: Die Schuhe gestern extra schön in den Regen gestellt, damit es ja irgendwie... Ne, wir verstehen uns...
Lieferumfang
Am Mittwoch der letzten Woche habe ich endlich das lang ersehnte Paket von Adidas Österreich erhalten – oder sollte man eher Päckchen sagen? In der kleinen grasgrünen Box befindet sich eigentlich alles was man für den Start zum Laufen mit dem miCoach braucht – zusätzlich benötigtes Equipment, Fehlanzeige. Für 119,95 € erhält man den Pacer – den Laufcomputer an sich -, den Herzfrequenzmesser inklusive Brustgurt, Schrittzähler inklusive Halterung für die Schuhe, Kopfhörer, Verdindungskabel zum MP3-Player und USB-Kabel. Nicht zu vergessen ein paar Seiten Papier mit Bedienungshinweisen. Luxus ist hier auch die Batterie für den Schrittzähler. Wie oft musste ich schon zurück in den Laden, weil manche Hersteller an der Batterie sparen. Die Kopfhörer hätte man sich vielleicht sparen sollen. Nur für ein Ohr und zum Laufen doch eher ungeeignet.
Während bei Adidas all-inclusive und ready-to-go (DENGLISCH) ist, muss man sich bei Apple/Nike erstmal Gedanken machen mit welchem System man genau Laufen möchte. Zur Wahl stehen dabei das Laufen mit einem iPod nano oder Touch, dem iPhone oder dem Nike+ Sportband. Danach richtet sich auch der Anschaffungspreis.
- Laufen mit iPod Nano (iPod vorausgesetzt) => Apple Nike+ iPod Kit bestehend aus Empfänger, welcher in den iPod gesteckt wird, und dem Laufsensor 29 €
- Laufen mit dem iPod touch/iPhone (iPod vorausgesetzt, ab Touch 2G oder iPhone 3GS) => Dort wird nur der Laufsensor benötigt, da der Empfänger im Gerät verbaut ist 19 €
- Laufen mit dem Nike+ Sportband => Das Sportband ist eine Uhr, die als Empfänger für den Sensor dient. Das Sportband kostet 60 €
Vielleicht sollte ich mal bei Apple nachfragen, ob es auch möglich ist, mit dem iPad zu laufen…
Aufpassen sollte man, wenn man das Sportband online bestellt. Anscheinend gibt es einige Anbieter, welche den Sensor nicht beinhalten. Laut offizieller Homepage ist dieser aber enthalten. Bei Nike hat man also die Qual der Wahl. Das einzige was nicht mitgeliefert wird ist eine Halterung, falls man den Laufsensor an einem nicht Nike+ fähigen Schuh befestigen will. Ansonsten wird der Sensor unter der Einlage des linken Schuhs platziert. Auch Adidas bietet Schuhmodelle an, bei denen der Sensor im Schuh verstaut wird.
Preislich gesehen hat also Nike die Nase vorne, wenn man bereits Besitzer eines iPods ist, kann man schon ab 19 € starten, ansonsten startet man auch mit dem Sportband knapp 60 € günstiger als bei Adidas.
Trainieren
Beide Lauftrainer werden online verwaltet, auf der jeweiligen Seite kann man sich relativ schnell einen Trainingsplan zusammenstellen. Man wählt sich sein Wunschprogramm aus, z.B. wenn man für eine Strecke von 5km trainieren möchte. Danach wählt man noch seinen Leistungsstand und das gewünschte Startdatum. Adidas geht aber noch einen Schritt weiter und gibt dem Nutzer die Möglichkeit die gewünschten Trainingstage und ebenso die Trainingsanzahl pro Woche selbst festzulegen. Auch die Ausarbeitung der jeweiligen Pläne machen bei miCoach einen deutlich besseren Eindruck. Vor allem werden Laufanfängern deutliche Trainingshinweise gegeben, während bei Nike+ nur kurze Notizen zu finden sind. Da bei Adidas auch die Herzfrequenz überwacht wird, ist bei den jeweiligen Einheiten auch die Zone angegeben in welcher trainiert werden soll. Zusätzlich kann man eigene Pläne anlegen.
Trainiert man mit einem iPod, wählt man vorher (am iPod) seinen Trainingstyp. Dabei hat man die Wahl nach Zeit, Strecke, Kalorieren zu laufen oder ein freies Training zu absolvieren. Die vorher online festgelegten Trainingseinheiten findet man nicht auf dem iPod. Während des Laufens erhält man in regelmäßigen Abständen Ansagen mit Geschwindigkeit, Strecke und Zeit. Im freien Training kann man diese Ansagen per Knopfdruck abrufen. Mit dem Sportband gibt es nur das freie Training, die Laufdaten kann man auf dem Display der Uhr ablesen.
Bei Adidas finden sich neben dem freien Training auch die Pläne die man online erstellt hat und auf den miCoach synchronisiert hat. Während des Trainings erhält man Ansagen, welche die Trainingszone betreffen, ob man nun seine Herzfrequenz senken oder steigern muss. Alle weiteren Daten erhält man wie bei Nike auf Knopfdruck. Welche dieser Daten man dabei hören möchte, kann man vorab online festlegen. Die Palette beinhaltet Zeit, Kalorien, Distanz, Herzfrequenzzone und/oder -wert, Geschwindigkeit, Schrittfrequenz. Die Herzfrequenzzonen sind standardmäßig festgelegt, diese lassen sich aber relativ schnell anpassen. Alternativ kann man auch ein Beurteilungstraining machen, nach welchem die Zonen angelegt werden.
Einrichtung
Über die Einrichtung möchte ich nicht unbedingt viele Worte verlieren, – soll auch keine Bedienungsanleitung werden – beide Tools lassen sich ziemlich schnell einrichten. Die gewählte Sprache wird bei beiden automatisch aus dem Internet heruntergeladen und eingerichtet. Die Synchronisierung der Laufdaten erfolgt bei Nike+ mit iPod über iTunes, zum Sportband und miCoach gehört eine Software. Während bei Adidas alle Einstellungen online festgelegt werden und die Software rein für die Synchronisierung zuständig ist, lässt sich das Sportband über die Software konfigurieren. Die Genauigkeit ohne Kalibrierung wird bei Nike mit rund 90% betitelt, jedoch bin ich der Meinung, dass der Sensor dringend selbst kalibriert werden sollte. Dazu benötigt man eine ausgemessene Strecke mit mindestens 800 Metern, diese wird einmal im Lauftempo und einmal im Gehen überwunden. Der Adidas-Sensor ist bereits ziemlich genau, in einem Forum fand ich einen Kommentar, dass der Sensor bei einer Distanz von 42km (Marathon) nur 700m daneben lag. Ansonsten kann man die Strecke online bei Adidas nachkalibrieren.
Zubehör
Wie bei allen Sachen, gibt es auch hier ganz vieles und tolles Zubehör. Beide Hersteller bieten eigene Laufschuhe an, in die der Schrittmesser integriert werden kann. Wenn man mit dem iPod läuft und keine Lust darauf hat, dass dieser in der Hostentasche oder Jackentasche sein Unwesen treibt, so gibt es Armband dafür.
An dieser Stelle frage ich mich einfach mal, wie wohl ein iPad Armband aussehen würde.
Adidas bietet Laufshirts an, auf die der Herzfrequenzmesser direkt aufgesteckt werden kann. Adidas bietet auch ein weiteres miCoach-Gerät an und zwar das miCoach Zone. Dabei handelt es sich um eine Uhr mit dazugehörigem Herzfrequenzmesser für 55,99 €. Die Uhr zeigt Zeit- und Kalorienverbrauch an und in welcher Herzfrequenzzone man sich befindet.
Sonstiges
Über die Lauftrainer an sich sei genug gesagt, den letzten Unterschied machen die jeweiligen Plattformen. Nike, schön länger am Markt, hat dabei den Fokus auf Community gelegt. Man kann sich selbst Ziele festlegen, die man in einer gewissen Zeit bewältigen möchte. Das Beste sind aber mit Sicherheit die Wettbewerbe, in denen man sich mit anderen Usern messen kann. Der bekannteste dürfte mich Sicherheit Männer vs. Frauen sein, welcher sogar in den Werbespots von Nike gezeigt wurde. Es lassen sich auch eigene Wettbewerbe anlegen, in welche man User einladen kann. So kann man läuferisch bestimmen, welcher von den Kollegen die nächste Kiste Bier besorgen muss. Leider wird das Feedback der User, für die eigentlich dieses Tool entwickelt wurde, ignoriert, was sich auch an dem Unmut in den Foren zeigt. Es fehlen Funktionen und man erkennt auch nicht, dass irgendwie daran gearbeitet wird.
Adidas, der Neuling, hat sich eher darauf konzentriert, dass die gebotenen Funktionen vernünftig arbeiten und übersichtlich und leicht zu bedienen sind. In den Foren konnte ich entdecken, dass auf Supportanfragen von Usern ziemlich schnell geantwortet wird. Jetzt hoffe ich einfach nur noch, dass auch die Vorschläge zur Erweiterung der Homepage und Funktionen angenommen werden.
Fazit
Nike+ ist in meinen Augen eher für Just for Fun-Läufer gemacht, die Spaß an den gegeben Funktionen haben und/oder eine Aufzeichnung der Trainingsdaten wünschen. Großer Vorteil, aber auch größter Nachteil ist die Community, die sich Nike leider zum Feind gemacht hat. Hervorzuheben ist natürlich der günstige Einstiegspreis, besonders wenn bereits ein iPod vorhanden ist. Ein Nachteil ist, dass die Batterie im Laufsensor nicht gewechselt werden kann, jedoch gibt es Anleitungen die beschreiben, wie man dies doch durchführen kann.
+ günstiger Einstiegspreis
+ Zubehör
+ Community
- Community
- Batterie im Laufsensor kann nicht direkt gewechselt werden
- Laufpläne
Adidas hat meiner Meinung nach gute Arbeit geleistet und die wichtigsten Funktionen sehr gut umgesetzt. Nur darauf sollte man sich jetzt nicht ausruhen, sondern das Feedback der Leute zu Herzen nehmen und die Funktionen und Tools anpassen und nachrüsten.
+ Training mit Herzfrequenzzonen
+ Laufpläne
+ Funktioniert auch mit jedem MP3 Player
+ Gut für Einsteiger
+ Trainingsanweisungen
+/- Funktionen erst im Aufbau
- Community
Es handelt sich hierbei um meine persönliche Meinung und meinen eigenen Eindruck. Ich bin Hobbyläufer und benutze einen Lauftrainer um mein Fitnesslevel zu steigern. Nach diesem Standpunkt erfolgte auch die Beurteilung. Meine Erfahrungen beziehen sich dabei auf den Adidas miCoach Pacer und das Apple Nike+ Sport Kit
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